Salesny/Schabata/Preuschl

+ Herbert Joos

   

JazzWerkstatt Records JWR 02/07

 

  1. Sound Stone (C. Salesny)
  2. Tahmine (R. Preuschl)
  3. Wienerwald Impressions (Salesny/Schabata/Preuschl/Joos)
  4. Time Out (W. Schabata)
  5. Player (W. Schabata)
  6. Strictly Improvised (Schabata/Preuschl/Joos)
  7. 100 Years (R. Preuschl)
  8. Landscape 2 (Salesny/Schabata/Preuschl/Joos)
  9. Stuffed Chicken (C. Salesny)
  10. Landscape 1 (Salesny/Schabata/Preuschl/Joos)
  11. Circus Tomate (C. Wenger)
  12. Epilog (Salesny/Schabata/Preuschl/Joos)

Clemens Salesny - alto-, soprano saxophones, bassclarinet
Woody Schabata - vibraphone
Raphael Preuschl - bass
Herbert Joos - trumpet, fluegelhorn

 

Recorded on February 24th and 25th, 2007 at 4tune Audio Production, Vienna by Werner Angerer
Mixed and Mastered by Werner Angerer
Photographs and Graphic Design by Helmut K. Lackner
© 2007 JazzWerkstatt Records

This record is dedicated to the memory of Bumi Fian (1960-2006)

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www.jazzwerkstatt-records.com

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Strictly Improvised

Ein Blick aufs Cover zeigt: Die Nachnamen der Musiker sind dort in gleich großen Lettern zu finden, “SALESNY/SCHABATA/PREUSCHL” (Jazzwerkstatt Records, www. jazzwerkstatt-records.at). Nur Herbert Joos ist durch ein ”+” von diesem Trio abgesetzt – um zu verdeutlichen, dass der Trompeter eben Gastsolist ist. Aber auf dieser schlagzeuglosen Platte improvisieren nicht nur vier Musiker gleichberechtigt miteinander. Vielmehr sind die zwölf Stücke auch Bausteine für eine Brücke über die Generationen – von den zwei jungen Bilderstürmern der Jazzwerkstatt Wien, Clemens Salesny (Saxofone und Bassklarinette) und Raphael Preuschl (Bass), über den “mittelalten” Woody Schabata (Vibrafon) bis hin zum 67-jährigen Joos (der gebürtige Karlsruher ist sozusagen “Beute-Österreicher”). Die Musik auf dieser CD ist: fantastisch. Sie ist cool, ohne kühl zu sein, sie ist intellektuell, ohne kopflastig zu sein, sie ist emotional, ohne kindisch zu sein – und sie ist durch und durch europäisch, ohne jedoch das US-amerikanische Jazz-Erbe aus den Ohren zu verlieren. Die vier kommunizieren auf einem so hohen Niveau miteinander, wie man es nur noch selten zu hören bekommt: Die Partner auf Augenhöhe im Blick behaltend, entwickelt man ein Geflecht aus Improvisations-Ideen – mal schlicht und einfach gestaltet, mal komplex und raffiniert entworfen, stets riskant, frisch und frech gespielt. Ein großer Wurf, der Salesny, Schabata, Preuschl und Joos hier geglückt ist.

(Martin Laurentius, Jazz thing Nr. 72, Februar/März 2008)

 

(...) Das besondere Merkmal an Salesny/Schabata/Preuschl Plus Herbert Joos ist die Generationen übergreifende Selbstverständlichkeit, mit der die vier Instrumentalisten sich den notierten Grundlagen ihrer Musik zuwenden. Es ist ein eigenartig schwebender Sound, der in seiner Komplexität nur schwer zu greifen ist. Das kommentierende Satzspiel von Saxophon und Trompete, das feinfühlige sich gegenseitige Ertasten, die berückenden klanglichen Visionen strahlen bei den “zurückhaltenden Vier” eine große Offenheit aus. Sie haben den Mut, musikalische Räume großzügig zu gestalten und sie nicht geschwätzig zu verstellen.
Vier Alben, die einen erfreulichen Überblick gewähren, mit welcher Vielfalt, Toleranz und Fertigkeit in der Jazzwerkstatt gearbeitet wird, wodurch der Jazz in seiner Gestalt und Wirkung einen weiteren ungemein wichtigen Impuls erhält.


(Jörg Konrad, Jazzpodium, Februar 2008)

 

This reminded me of some of the things Gunter Hampel used to do: something to do with the mixture of vibraphone (Woody Schabata) and bass clarinet (Clemens Salesny), but with bassist Raphael Preuschl and guest trumpeter Herbert Joos thrown into the mix. There’s a bright, fanfare-like quality to the opening, but it soon gets more reflective. The composed pieces tend to work better than the Improvs, which are too brief to establish much of a presence before they’re gone again. Impeccable unison playing on the themes, but with no hint of dryness, and Schabata’s unexpected tinkles under the bass clarinet on “Tahmine” are almost comically lightweight: akin to snowflakes dancing round a boulder.

(Brian Morton, The Wire, January 2008)

 

Ein weiterer brillianter Tonträger aus der JazzWerkstatt. Diesmal hat sich die „Jazz-Jugend“, Clemens Salesny (sax) und Raphael Preuschl (bass), mit arrivierten Musikern wie dem Trompeter und Flügelhornist Herbert Joos und dem Vibraphonisten Woody Schabata zusammengetan. Gemeinsam lässt man sich musikalisch inspirieren und trägt gleichberechtigt Kompositionen zum Album bei. Das Quartett sorgt für Wienerwald Impressionen, vertont Landscapes, improvisiert strictly – und lässt eine “Circus Tomate” tanzen. Die eigenwillige Besetzung mit zwei Bläsern, Vibraphon und Bass klingt aber nicht nur deswegen einzigartig, sondern vor allem deshalb, weil man jederzeit spürt, dass alle an einem Kompositions- und Improvisations.Strang ziehen und so vehement Spannung erzeugen. Jazz aus Österreich ist eben vieles zu gleichen Teilen: humorig, fordernd, lyrisch schön, entspannend und funky.

(Christian Bankonyi, jazzzeit 69, November/Dezember 2007)

 

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