Clemens Salesny/Bumi Fian Quintett |
Always Blue |
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Alessa Records ALR 1003
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Clemens Salesny - alto saxophone, bassclarinet
Recorded March 12th / 13th, 2004 at the WUK, Vienna by Werner Angerer |
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Der Anlass der CD-Besprechung ist ein trauriger. Karl "Bumi" Fian, genialer Trompeter und lebensbejahender Mensch, ist nicht mehr. Er starb nach einem kurzen, wilden, erfüllten und genussreichen Leben am 6. Jänner 2006. Rest in peace, Bumi. Noch 2005, schon gezeichnet vom Leben, spielte er mit Clemens Salesny die CD "Always Blue" ein.
Die heimische Jazz Szene bringt seit Jahren hervorragende Talente zum Vorschein, die, kaum sind sie den Kinderschuhen entwachsen, sich in die aktuelle Szene einschalten und sich in großen Schritten, als steckten die Füße in Siebenmeilenstiefeln, musikalisch hervorragend entwickeln. Im Salesny-Fian Quintett sind, gemeinsam mit Spitzentrompeter Bumi Fian, gleich mehrere dieser mittlerweile "gestandenen" Jazzer am Werk, allen voran Saxofonist Clemens Salesny (* 1980), Clemens Wenger (* 1982), p/keyb, Thomas Froschauer (* 1979), dr, und Bernhard Osanna (* 1972), b. In "Always Blue" kommen alle Stilmittel des modernen Jazz zu tragen, das Album vermittelt Spannung in jeder Sekunde, Jazz wie er sein soll, unberechenbar und doch manchen Formen folgend, aber nie vorhersehbar. Bebop, Blues, Mingus und Monk, Miles und Trane, spürt man - und doch ist es ganz eindeutig das Salesny-Fian Quintett. (Christian Bakonyi, jazzzeit Nr. 153, März/April 2005)
Wenn sich einerseits junge Experimentierwillige und andererseits noch junge Experten in der österreichischen Jazzlandschaft treffen, werden - das zeigt die gemeinsame Einspielung dieses Quintetts - aus Spaziergängen Extremabenteuer und umgekehrt. Das Clemens Salesny - Bumi Fian Quintett ist bereits seit den ersten Auftritten (siehe concerto 01/02) für seinen kompromisslosen Sound und den lockeren Umgang mit - oftmals eingefahrenen - musikalischen Sichtweisen bekannt. Mittlerweile hat sich daran nichts geändert, außer dass Clemens Salesny Hans-Koller-Preisträger und das Quintett zu einem Fixbestandteil der österreichischen Szene wurde. Die Musik ist wieder "alles-auf-einmal" - und das ist natürlich positiv gemeint. Sehr reizvoll, wie aus scheinbarer Unordnung kreatives Chaos entsteht und sich dieses in weiterer Folge zu von äußerster Spielfreude getragenem Groove entwickelt. Augenzwinkernd werden da Effekte in Monk's Meisterwerke eingeworfen und an anderer Stelle mit rauschhafter Leichtigkeit kollektivimprovisiert. Es bleibt wie es war: Beim Salesny - Fian Quintett sind alle musikalischen Querdenker bestens aufgehoben! (Thomas Haderlapp, Concerto Nr. 01/05, Februar/März 2005)
In den letzten zwei Jahrzehnten hat Österreich eine Vielfalt von Talenten und beachtlichen Jazzmusikern hervorgebracht, die eine äußerst lebendige, für ganz Europa repräsentative Jazzszene entstehen ließen. Vier solcher Ausnahmebegabungen haben sich hier um den Langzeit - Trompeter des Vienna Art Orchestra, Karl „Bumi“ Fian, Jahrgang 1960, geschart, um ein Quintett zu bilden: Der Saxophonist Clemens Salesny, Schüler von Klaus Dickbauer und trotz seiner Jugend (Jahrgang 1980) bereits in zahlreiche Projekte mit Künstlern von Eddie Henderson, Joe Zawinul und Thomas Gansch bis zu Sabina Hank involviert gewesen. Pianist und Keyboarder Clemens „Bumpfi“ Wenger, 1982 geboren und viel beschäftig hin – und her pendelnd zwischen Avantgarde (Renald Deppe, Max Nagl), Jazz und Populärem (Ausseer Hardbradler). Thomas Froschauer, ebenso wie Salesny und Wenger aus Niederösterreich stammend, Big Band – erfahren und von Jazzkapazitäten wie Puschnig, Scherer und Radovan gleichermaßen geschätzt wie von Austro – Rocker Andy Lee Lang. Und schließlich Bernhard Osanna, Kontrabassist, als Jahrgang 1972 beinahe schon ein „Senior“, Mitstreiter von (u.a.) Jeff Hamilton, Bill Holman, Flip Philips oder Hans Salomon. (Klaus Schulz, Ö1, Liner Notes, 2004)
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